Sonntag, 6. April 2014

Moorbeet Teil 1

Im Rahmen unserer fast kompletten Gartenumgestaltung darf ich in einer sonnigen Ecke ein Moorbeet für meine Fleischfressenden Pflanzen anlegen.
Dabei habe ich allerdings immer im Hinterkopf, dass das wirklich purer Luxus ist. Warum?
Im Gegensatz zu Teichen ersetzen Moorbeete nicht den Lebensraum für Pflanzen/Tiere. Planvoll angelegte Teiche können die immer weniger werdenden Kleingewässer ersetzen, aber kleine Moore gibt es nicht. Ein Moorbeet ist also wertlos.

Dennoch habe ich angefangen, eines anzulegen. Ich finde dieses Ökosystem einfach ungemein spannend und vor allem die Pflanzen darin sind faszinierend!
Ich möchte den deutschen Sonnentauarten (es gibt 3) und dem Fettkraut, das ebenfalls in Deutschland vorkommt (2 Arten, aber erst einmal nur ein deutsches) einen Lebensraum bieten. Es wird aber noch einige andere Arten in meinem Moorbeet geben.

Schritt 1: Zuerst habe ich eine Mörtelwanne eingegraben (okay, mein Freund war das) und als Dekoration haben wir Baumscheiben um den Rand gelegt, später wird das aber durch das Sphagnum noch mehr zu wachsen. Die umgedrehten Blumentöpfe dienen als Wasserspeicher, so muss ich im Sommer hoffentlich nicht so viel nachgießen.
Schritt 2: Um Torf zu sparen (schließlich ist das ein ökologisch sehr wertvolles Material, auch wenn es zu Spottpreisen angeboten wird...) habe ich die Wanne mit Blähton (vorher ausgewaschen) aufgefüllt. Auch der Blähton speichert Wasser.
Schritt 3: Um den Wasserstand kontrollieren zu können habe ich ein Rohr in das Substrat gesteckt. Auf die Blähtonschicht kommt nun Weißtorf (dem ich noch etwas Quarzsand hinzufügen werde). Jetzt heißt es: Ordentlich mit Regenwasser auffüllen!

Nun fehlen nur noch die Pflanzen. Die Bepflanzung werde ich dann bald zeigen.

Einen schönen Sonntagabend wünsche ich euch!
Atessa

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