Dienstag, 22. September 2015

Handgedrechselte Wolle

Für verrückte Dinge bin ich ja immer schnell zu haben und so war ich sofort bereit, auf einen Vorschlag meines Bruders einzugehen.
Er schlug vor, einmal mit der Drechselbank Wolle zu spinnen.
Er spannte also die französische Spindel, über die ich euch noch näher informieren werde, erneut in die Drechselbank ein und stellte sie ganz langsam an.
Was soll ich sagen? Es funktionierte hervorragend! Nach einiger Zeit konnte die Drehzahl immer weiter erhöht werden, weil ich mich immer weiter von der Bank entfernte und der Drall sonst nicht mehr weiter wanderte.
Und so spann ich mich durch die gesamte Einfahrt, der Faden bebte richtig, aber es ging bis zu Straße. Vermutlich wäre es noch weiter gegangen, aber auf die Straße wollte ich mich dann doch nicht stellen ;)
Wichtig ist nur, dass man zwischendurch mal an der Bank den Faden aufwickelt, weil sonst immer die gleiche Stelle des Fadens belastet wird und er reißt.
Auch das Navajo-Zwirnen funktionierte ohne Probleme, die Drechselbank kann ja in beide Richtungen laufen.
Diese Art des Spinnens hat richtig Spaß gemacht, nur alleine kann man sie nicht ausführen.
Spätestens beim Aufwickeln benötigt man Hilfe, wenn man so einen langen Faden spinnt wie ich ;)
Zum Aufwickeln kann man gut ein Rundholz verwenden, wie mein Bruder es hier getan hat.
Im strahlenden Sonnenschein wickelte ich also mein erstes handgedrechseltes Garn zum Strang.
Hier noch einmal mein Multifunktionswerkzeug, das ich hier schon einmal vorgestellt hatte:
Es eignet sich als Lazy Kate, als Haspel und auch als Spulenhalter, wie wir festgestellt haben :) Vielleicht sollten wir es patentieren lassen^^
Das Ergebnis von etwa einer halben Stunde großem Spaß ist dieser niedliche kleine Strang Wolle.
Gerne wieder, es ist unbezahlbar, wie blöd die Nachbarn gucken =D

Herzliche Grüße,
Atessa

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