Sonntag, 20. September 2015

Mein Musiktisch

Schon seit einiger Zeit möchte ich euch meine Sammlung an Instrumenten zeigen.
Wer sich einmal auf meine "Über mich"-Seite verirrt hat und über den Abschnitt zur Musik gestolpert ist, der hat sich schon ein Bild davon machen können, dass auch mein musikalisches Interesse ganz groß ist.
Ich kann zwar nicht sagen, dass ich herausragend virtuos am Klavier bin oder komplizierte Stücke einfach so auf der Querflöte spielen kann, aber es macht mich sehr glücklich, mich mit verschiedenen Instrumenten zu umgeben und sie erklingen zu lassen.
Bei all meinen Interessen wird es auch wirklich schwierig, eine Sache wirklich zu meistern. Aber damit kann ich leben, obwohl ich nichtsdestotrotz natürlich Menschen bewundere, die eine Sache bis zur Perfektion beherrschen.

Musikalisch habe ich mit Klavierspielen angefangen, von fünf bis ungefähr 18 Jahren hatte ich Unterricht. Das Klavier steht bei meinen Eltern, auf meinem Musiktisch steht ein Keyboard.
Ich muss allerdings sagen, dass mir meine Klavierlehrerin irgendwann die Lust am Spiel genommen hat, ich muss gefordert werden und vielleicht auch mal ein bisschen bemeckert, dass ich nicht geübt habe. So bin ich nie wirklich gut geworden, ich brauche eine halbe Ewigkeit, bis ich ein Stück gut spielen kann. Dafür kann ich es dann aber auch nach Jahren noch spielen:)
Mein zweites Instrument war die Querflöte. Die habe ich mit 14 Jahren von meiner Oma zur Konfirmation bekommen und mir davor lange Zeit gewünscht. Unterricht hatte ich wieder mit meiner Klavierlehrerin (auch Flötenlehrerin). Das hat mir richtig viel Spaß gemacht, auch wenn es oft für meine Ohren zu laut ist. Gefordert habe ich mich hierbei selbst, indem ich unbedingt die Lieder von Herr der Ringe spielen wollte. In der Zeit, in der ich das mir selbst beigebracht habe, machte ich richtig große Fortschritte. Irgendwie habe ich das Instrument aber schleifen lassen, eben weil ich es oft zu laut fand und langsam aber sicher meine Instrumentenfamilie wuchs...
...um eine Panflöte. Die habe ich mir auch sehr sehr lange gewünscht und immer gehofft, dass sie irgendwann auf meinem Geburtstagstisch liegt. Ausschlaggebend war dafür das Lied "Sangay" von Medwyn Goodall. Ich kann es bis heute nicht komplett spielen, aber die Panflöte ist ein sehr entspannendes Instrument, dass mir viele schöne Stunden bereitet hat. Ich kann Anfängern nur empfehlen, erstmal nicht zu viel zu spielen. Ich bekam die Panflöte mit 16 zu Weihnachten, es war so eine große Überraschung, weil ich überhaupt nicht mehr damit gerechnet hatte. Dementsprechend habe ich den ganzen Abend Weihnachtslieder gespielt, die folgenden Tage andere Lieder, die ganze Zeit war ich am Spielen. Zum Jahreswechsel hatte ich ganz schlimm aufgeplatzte raue Lippen und konnte erst einmal eine ganze Zeit lang nicht mehr spielen... zum Kühlen der Lippe bot sich da aber wieder die Querflöte an :)
Irgendwann stieg mein Interesse für irische Musik und für Pagan Metal und so kaufte ich mir eine Tin Whistle von Clarke. Das muss mit 17 gewesen sein. So ein tolles Instrument, so viele Möglichkeiten, einfach drauf los zu spielen. Wenn sie nur nicht so hoch wäre...
Vor der Halterung liegen auch noch Blockflöten und Maultrommeln
Hier seht ihr, wie ich einige meiner Flöten aufbewahre: Auf langen Metallstangen, sodass das Kondenswasser ablaufen kann. Ganz links stehen zwei Low Whistles, also die tiefe Variante der kleinen irischen Flöte. Ich habe sie bei Folkfriends gekauft, erst einmal sehr günstige Flöten um zu sehen, ob sich eine größere Anschaffung lohnen würde.
Natürlich lohnte sie sich und so wünschte und bekam ich irgendwann die Onyx Low D Whistle von Walt Sweet. Müsste ich mich für ein einziges Instrument entscheiden, so wäre es diese Flöte. Ich liebe sie sehr und sie ist auch mein meist genutztes Instrument. Viele Stücke habe ich schon umgeschrieben, nur damit ich sie auf dieser Low Whistle spiele kann.
Ein weiteres Instrument ist diese chinesische Flöte, eine Dizi. Damit kann man ziemlich verrückte Sachen machen (wenn man kann^^), man muss nur eine kleine Membran auf ein bestimmtes Loch aufkleben. Mein Modell funktioniert zwar, aber es ist für meine Ohren zu laut, wenn ich eine Membran benutze. Deshalb klebe ich das Loch zu und habe so eine "normale" Querflöte aus Holz. Auch in D-Dur. Schaut mal, was man Verrücktes damit machen könnte:
Mein Paps war irgendwann so verrückt und brachte mir dieses kleine Ding mit:
Für was haltet ihr es? Ich dachte erst, es wäre ein Flaschenöffner aus Holz =D
Aber es ist eine Nasenflöte, man bläst die Luft durch die Nase und die Töne werden durch den Mund erzeugt, indem man die Lippen bewegt. Ziemlich witzig. Man darf nur nicht erkältet sein ;)
Irgendwann lief mir noch diese Obertonflöte über den Weg. Die Tonveränderungen werden mit der Hand erzeugt, die man unten an das Ende der Flöte hält.
Als ich Anfang des Jahres mein erstes Semester und meine erste Hausarbeit erfolgreich abgeschlossen hatte, erfüllte ich mir einen großen Traum: Eine richtige Okarina. Natürlich sollte es wieder etwas ganz besonderes sein und ich entschied mich, aus Übersee zu bestellen. Es handelt sich bei dieser Okarina um die Zwölfloch Tenor Okarina "Elf" von STL-Ocarina. Wohlweislich, dass ich laute und hohe Töne nicht mag, habe ich diese gewählt und selbst hierbei sind mir die höheren Töne teilweise zu laut und schrill. Aber vielleicht muss ich auch einfach noch üben.
Sie ist praktischerweise in C-Dur gestimmt, aber durch die kleinen Löcher und verschiedene Fingergriffe kann man viele Tonarten spielen.
Für eine Bestellung aus Übersee musste natürlich noch etwas anderes mit...und so bestellte ich noch etwas abgefahrenes: Die Teacarina! Gleichzeitig Instrument und Teeschale– die musste ich einfach haben. Natürlich auch gleich zwei, weil ich ja oft mit einer anderen Person Tee trinke. Einen ausführlichen Bericht habe ich auf Ye Min Tea geschrieben, vielleicht schaut ihr dort vorbei: Bring music to your table: Teacarinas
Das letzte Instrument, das nun vorerst auf meinem Musiktisch gelandet ist, ist die alte Zither meine Oma. Das Keyboard habe ich erst einmal weggepackt, damit die Zither Platz hat. Ein unglaublich schwer zu lernendes Instrument, ich komme auch noch nicht so richtig mit der Fingerkoordination klar, aber zumindest bekomme ich schon Melodien hin. An der gleichzeitigen Begleitung hapert es. Vor allem sind die Saiten auch schon sehr alt und nicht farbig markiert, so habe ich keine Orientierung (habe jetzt Filzstift zum Anmalen verwendet). Vielleicht gibt es unter meinen Lesern Zitherspieler? Schreibt mir doch eine Mail, die Kommentarfunktion ist leider immer noch nicht heile...
Auch die Suche nach einem guten Lehrbuch war erfolglos...so mache ich jetzt wieder einmal einen auf Autodidakt :)
Das habe ich bei der Akustik- und E-Gitarre schließlich auch gemacht, hat gut geklappt. Die beiden sind gar nicht fotografiert stelle ich gerade fest...vielleicht füge ich mal noch Bilder nachträglich ein.

Mein größter Wunsch ist musikalisch noch eine Irische Hakenharfe. Am Montag hatte ich eine Probestunde Harfe und ich bin absolut am Träumen von diesem großartigen Instrument. Aber es ist sehr teuer, wenn man auch ein wirklich gutes haben möchte. Aber ich spare schon mal und irgendwann werde ich mir diesen Traum erfüllen.

Einen zweiten musikalischen Teil werde ich auch noch schreiben, über einige meiner Notenbücher und wie ich meine losen Noten für die verschiedenen Instrumente sortiert habe.
Das finde ich nämlich bei anderen Musikern auch immer sehr sehr spannend.

Herzliche Grüße,
Atessa 



Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen