Freitag, 11. September 2015

Neue Spinnereien

Das sind sie: Meine ersten verarbeitbaren Wollstränge!
Na gut, sie müssen noch baden, aber es sind alle meine bisherigen Spinnereien seit Weihnachten (abgesehen von meinem wirklich allerersten Spinnversuch!).
Hier hätten wir meinen zweiten Versuch, Wolle zu spinnen. Wieder schwierige Märchenwolle, da war ich schon am verzweifeln, ob das Spinnen etwas für mich ist.
Es war auch mein erster Zwirnversuch mit der Wolle, aber der sah nicht so aus, wie auf dem Bild.
Das erste Mal zwirnen...war fürchterlich =D Ich wollte ein Knäuel mit sich selbst verzwirnen, das war sehr mühselig für´s erste Mal und später saß die ganze Familie da und musste mir helfen.
Eine liebe Kommilitonin hat mir am letzten Wochenende gezeigt, wie das Navajo-Zwirnen funktioniert. Damit kann man den Faden mit sich selbst dreifach verzwirnen, einfach und genial!
Bei meinem viel zu fluffigen Zweifachgarn habe ich es also ausprobiert und nun liegt dort ein schön stabiles Fünfachgarn, jetzt gefallen mir die Farben auch viel besser!
Diese hübschen Stränge sind nun auch badebereit. Der obere ist ein Zweifachgarn, da habe ich zwei Knäuel miteinander verzwirnt, weil ich das Navajo-Zwirnen noch nicht konnte.
Der untere ist mit der Navajo Technik und gefällt mir soooo gut :) Schade, dass ich nichts mehr von der grünen Wolle von der Creativa habe.
Dann hätten wir noch diese beiden Stränge. Die vorherigen waren alle mit der Handspindel gesponnen, aber jetzt diese zwei braunen von dem französischen Landschaf habe ich mit dem Spinnrad gesponnen!
Ihr werdet es nicht glauben, aber ich bin nun stolze Besitzerin eines alten Spinnrades =) Eigentlich sogar zweier Spinnräder, aber bei dem anderen fehlt die komplette Spulenhalterung, Flügel etc.. Da muss mein Bruder erstmal ran.
Das ist nun das Schmuckstück:
*Hach* Seine alte Besitzerin wollte es nicht mehr haben (sie hat auch noch 5 andere oder so...) und jetzt habe ich es!
War das lustig, damit das Spinnen zu lernen. Ich saß da, mit meinem Bruder, und er hat gaaaaanz langsam das Rad gedreht und ich habe versucht, mit dem Wolleausziehen nachzukommen. Es kam mir so unglaublich schnell vor!
Irgendwann hat er dann treten können (bei mir hat die Fußkoordination nicht so gut geklappt) und wir hatten auf jeden Fall unseren Spaß :D
Zusätzlich hatten wir uns für´s Ausprobieren den heißesten Tag ausgesucht, die Hände schwitzig und es war nicht schön.
Irgendwann habe ich mich einfach allein ans Rad gesetzt und dann hat es einfach geklappt, wie mit der Handspindel, wo ich mich nur trauen musste und dann einfach im Flug spinnen konnte.
Ein paar Dinge musste mein Bruder am Rad reparieren und eine zweite Spule hat er mir auch schon angefertigt :) Funktioniert alles super! Im obigen Bild habe ich Coburger Fuchs angesponnen.
Das Zwirnen bereitet mir noch etwas Probleme, aber auch erst, wenn die Spule schon recht voll ist.
Dann zieht das Rad nicht mehr so gut ein und ich muss ein bisschen rumdrehen.

Ich bin jedenfalls ganz angetan von meiner neuen Errungenschaft und es ist unglaublich, wie schnell man fertig wird mit einem Berg Wolle (ich muss neue bestellen...).
Jetzt brauche ich nur einen wunderschönen Spinnhocker, mit gedrechselten Beinen *wink*, das wäre großartig, mein Sofa gibt nämlich blöd nach und es ist nicht gut für den Rücken, so zu Spinnen...oder zumindest nicht für meinen. 
Wenn ich neue Wolle habe und einen Hocker *nochmals wink*, dann geht es richtig ab :) Jetzt bleibt nur zu hoffen, dass die Wolle auch verarbeitbar ist, ich bin gespannt.
Mein erstes Projekt wird ein Faserhalter für´s Spinnrad, nadelgebunden, da will ich mal ganz viele Stiche dran ausprobieren :)

Trotzdem werde ich dem Handspinnen treu bleiben, schließlich gibt es da auch noch einiges zu lernen und mein Bruder macht die schönsten Spindeln!

Herzliche Grüße,
Atessa

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