Mittwoch, 18. November 2015

Mini-Shampoobars– wenn mal etwas schief geht

Vor einigen Wochen habe ich mich wieder an Shampoobars versucht. Dieses Mal wollte ich kleine Portionen ausprobieren, damit man mal einen verschenken kann. Kleine Probiergrößen sozusagen.

Außerdem dachte ich mir, dass ich dieses Mal die Masse einfach etwas feuchter mache, damit man ihn leichter in die Formen füllen kann.
Tja… entweder lag es an der Silikonform oder wirklich an der Flüssigkeit, jedenfalls wurden die Bars nicht wirklich fest (abgesehen von den braunen). Jetzt trocknen sie an der Luft noch nach.

Mein Hauptanliegen war es, den SLSA-Anteil zu verringern, ich habe ihn radikal halbiert.
Es folgen die Rezepte für die Bars (vier verschiedene sind es), aber gebt entweder weniger Öl hinzu oder mehr Tonerde, damit eine feste und nicht zu feuchte Masse entsteht.

Alle Angaben beziehen sich auf meine eigenen Empfindungen nach dem Waschen mit einem Shampoobar, ob das Rezept bei euch funktioniert, kann ich natürlich nicht sagen ;) Maara hat jetzt schon einmal Proben zum Testen und wird hoffentlich zufrieden sein.
Nun aber die Rezepte:

Uno (in Anlehnung an die Kokosmakrone)
  • 25 g SLSA
  • 40 g weiße Tonerde
  • 30 g flüssiges Kokosöl (Tonerde zieht viel Öl)
  • 6 g Mandelöl
  • 6 g Klettenwurzelöl auf Jojobabasis

Dieser Shampoobar ist sogar gut fest geworden, da das Kokosöl bei Zimmertemperatur fest ist. Ein schön pflegender Shampoobar.

Duo (sehr reichhaltig pflegend)
  • 25 g SLSA
  • 40 g weiße Tonerde
  • 10 g Avocadoöl
  • 10 g Aprikosenöl
  • 10 g Klettenwurzelöl auf Jojobabasis
  • 6 g Mandelöl
  • 1 g Brokkolisamenöl

Tre
  • 25 g SLSA
  • 40 g Heilerde (Luvos)
  • 12 g Weizenkeimöl
  • 6 g Hanföl
  • 4 g Jojobaöl

Auch dieser pflegt die Kopfhaut sehr reichhaltig, bei mir ohne zu fetten. Meinen sehr trockenen Haaransatz konnte ich so wieder gut geschmeidig bekommen, allerdings mit zusätzlicher Ölbehandlung (immer ganz vorsichtig mit Klettenwurzelöl betupfen).

Quattro
  • 25 g SLSA
  • 25 g weiße Tonerde
  • 35 g Olivenöl

Dieser ist vor allem deshalb entstanden, weil mir das Fehlen von Olivenöl in meinen bisherigen Shampoobarrezepten aufgefallen ist. Warum immer kompliziert? Olivenöl klappt natürlich auch, für den mediterranen Duft habe ich noch Thymianöl hinzugegeben, Rosmarin würde das natürlich noch hervorragend ergänzen, habe ich aber irgendwie vergessen.

Bei meiner nächsten Mischaktion will ich darauf achten, dass ich wieder eine feste Masse herstelle, die auf jeden Fall trocken wird. Außerdem möchte ich „reine“ Shampoobars herstellen, also nur mit einer Ölsorte und auch mit haushaltsüblichen Ölen.

Günstiger ist es auf jeden Fall, aber ich bin ja eine kleine Mischhexe und muss alles andere auch einmal ausprobiert haben.

Liebe Grüße,
Atessa

Kommentare:

  1. Mensch, da hab ich noch gar nichts zu deinen Shampoobars geschrieben...
    Mittlerweile habe ich mich einigermaßen durchgetestet und tatsächlich waschen alle ganz ausgezeichnet, trotz der stark reduzierten Tensidmenge. Der Heilerdebar kommt immer dann zum Einsatz, wenn die Kopfhaut bzw das Ekzem muckt, dafür ist er super, allerdings ist das Waschergebnis nicht ganz so toll, wie bei den anderen Bars, die Spitzen werden damit leicht knirschig. Ähnliches gilt für einen der hellen Bars, ich glaube es ist der mit Olivenöl, das mögen meine Haare nicht besonders. Aber die anderen beiden sind richtig klasse, die Haare - sogar die chemiegeplagten Spitzen - brauchen nur selten noch zusätzliche Kur oder Spülung.

    Hast du dich auch schon durchgetestet? Welchen fandest du am Besten?

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    1. Schön, dass bei dir alle funktionieren, wenn auch die zwei mit Einschränkungen. Ich habe mit dem braunen Heilerdebar kein Spitzenproblem, da wird alles wie gehabt. Seitdem ich die reduzierten Bars benutze habe ich so gut wie gar kein Jucken mehr am Kopf, maximal nach dem Sport, wenn der Schweiß trocknen.

      Es wird wahrscheinlich der mit Olivenöl, der macht meine Haare auch ein wenig schwer und sie liegen nicht so gut. Beim nächsten Mal mische ich Olive mit einem etwas leichteren Öl, Mandel wäre bestimmt eine Überlegung wert :)
      Am besten gefällt mir nach wie vor das Kokosmakronenrezept, sogar mit der reduzierten SLSA-Menge!

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