Sonntag, 17. Januar 2016

Flachsspinnerei/ Gotlandgarn

Gestern war dies der Blick aus meinem Wohnzimmer– endlich, der erste ein bisschen liegen bleibende Schnee! Ich habe mir so gewünscht, an meinem Spinnrad sitzen zu können und den Schneeflocken beim Tanzen zuzusehen, gestern war es soweit.
Heute liegt noch ein kleines bisschen mehr Schnee.

Bevor ich euch die eigentlichen Dinge dieses Posts zeige, habe ich noch ein paar Bilder von einer wieder blühenden Orchidee gemacht, die ich zeigen möchte.
Der Blütenstängel ist ganz lang gewachsen, vermutlich liegt es daran, dass ich ihn so oft hochgeclipst habe. Aber so haben sich auch ganz viele Knospen gebildet :)
Ich bin gespannt, wie viele sich noch öffnen werden!

Maara hatte mir im Oktober einen ganz schönen Berg Flachs zum Verspinnen überlassen. Hach. Was für eine Fusselei! Irgendwann hat es aber sogar ganz schön viel Spaß gemacht, das Garn zu spinnen und ich war fast traurig, dass alles auf den Spulen war. Aber nur fast :D
Jedenfalls habe ich mich dann ans Verzwirnen gemacht, dabei leistete mir meine Lazy Kate große Hilfe.
Und mein Liebster, der mich mal wieder vorm Verzweifeln gerettet hat, als sich alles verhedderte. Irgendwann war alles verzwirnt und es konnte gehaspelt werden.
Im Endeffekt ist ein Strang/bzw. später ein Knäuel herausgekommen, das doch nur 124 g wiegt! Dabei hatte ich viel mehr Gewicht geschätzt, mein Liebster ebenfalls. Da kann man sich ganz schön vertun.
Ursprünglich wollten Maara und ich Handtücher weben, aber da sich das so schwierig gestaltet, habe ich die Schrubbelchen-Anleitung hervorgekramt. Tatsächlich habe ich das Leingarn dann aber meiner Oma in die Hand gedrückt mit der Hoffnung, dass sie bei dem schwierigeren Garn etwas länger braucht und sich mal anstrengen muss beim Häkeln.
Es funktioniert, sie braucht länger und muss sich bemühen ;) Zwar werden die kleinen "Blubber" vom Schrubbelchen nicht ganz so knubbelig, aber vermutlich liegt das wirklich am Garn.
Ich bin gespannt, wie es bei Maara aussehen wird, ihr Garn wird immer so wundervoll gleichmäßig :)
Wie ein Spitzendeckchen sieht diese Freestyle-Häkelei meiner Oma aus. Vielleicht könnte man mit einem ähnlichen Muster ein Gemüsenetz häkeln, aber dafür müsste ich vermutlich noch einmal Flachs verarbeiten...
Mit Handspindelei habe ich (schon wieder vor einiger Zeit) die Gotlandwolle verarbeitet, die ich ebenfalls von Maara bekam. Der graue Strang ruht jetzt in meinem Wollkorb und wartet auf Verarbeitung.

Herzliche Grüße,
Atessa

Kommentare:

  1. Oh Atessa, hier ist doch noch so viel Flachs übrig, du brauchst doch nicht traurig sein ;)

    Das gleichmäßige Garn liegt übrigens weniger in meinem Geschick, als im langen Auszug. Aber die gnubbelige Optik gibt dem Flachs/Werg ja erst seinen eigentlichen Charme. Sehr hübsch geworden sind die Läppchen, Lob an die Oma und die fleißige Spinnerin!

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    1. Vielleicht muss ich dir wirklich noch welchen abnehmen, es ist nämlich schon alles verhäkelt :D

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  2. Du machst so viele tolle Sachen, Seifen und sogar Garn!

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